Salia 1 strapaziert die Nerven – Salia 2 mit Torfeuerwerk bei Hertha-Buschhoven

Trotz einer fußballerisch über weite Strecken dürftigen Vorstellung, drehte die 1. Mannschaft in den letzten 10 Minuten in Rheinbach ein verloren geglaubtes Spiel.

Das war nichts für schwache Nerven! Trainer Michael Schneider war nach dem Spiel erstmal bedient. „Das möchte ich nicht öfter erleben. Riesenkompliment an meine Mannschaft die wieder einmal eine großartige Moral an den Tag legte. Allerdings haben wir uns 80 Minuten lang heute selbst im Weg gestanden und uns in diese missliche Lage gebracht.“

Doch der Reihe nach. Die Salia hat in den letzten Jahren in den Partien mit dem 1. FC Rheinbach oft nicht gut ausgesehen und wollte in diesem Jahr gerne mit etwas Zählbarem nach Hause kommen. Es ließ sich auch gut an und in den ersten 10 Minuten kontrollierte man die Partie und verpasste auch die Führung als Mike Lessing in der 9.Minute von der Grundlinie auf Alex Kremzow passte, dieser aber aus kurzer Distanz am Tor vorbeizielte. Drei Minuten später gab es dann den ersten Rückschlag. Nach einem kapitalen Fehlpass in der eigenen Hälfte ging es bei Rheinbach schnell und der Stürmer hatte freie Bahn und ließ Torwart Nüssgen aus kurzer Distanz keine Chance. Dieser Treffer zeigt Wirkung und die Salia tat sich schwer wieder in die Spur zu finden. Ein Freistoß von Niklas König (17.) und ein Weitschuss von Alex Kremzow (23.) blieben die einzig nennenswerten Offensivaktionen in dieser Phase. In der 34.Minute verteilte die Salia dann das nächste Geschenk. Beim Dribbling verlor ein Salia-Spieler 30 Meter vor dem eigenen Tor den Ball und erneut reichte ein Pass, um den Stürmer alleine vor Nüssgen in Position zu bringen. Dieser war auch in dieser Situation chancenlos. Zwei Minuten später keimte wieder Hoffnung auf, als Timo Lunken mit einem wunderschönen Freistoß aus 20 Metern für den Anschlusstreffer sorgte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabine. Das Spiel der Salia war im ersten Durchgang geprägt von zahlreichen Fehlpässen und mangelnder Laufbereitschaft.

Im zweiten Durchgang merkte man der Mannschaft zwar das Bemühen an,  dennoch blieb die Fehlerquote hoch und man kam auch kaum zu nennenswerten Torgelegenheiten. Lediglich Mike Lessing hatte nach einem Freistoß und einer guten Flanke von Alex Kremzow, die Chance auf den Ausgleich. (59./65.). Rheinbach verpasste im Gegenzug die Vorentscheidung als der Stürmer alleine vor dem Salia-Tor stehend, nur den Innenpfosten traf und der Ball parallel zur Torlinie  am anderen Pfosten ins Aus trudelte. Trainer Schneider verstärkte für die Schlussphase die Offensive, doch Rheinbach traf nach einer Fehlerkette der Salia, im Nachschuss doch zum 3:1 und feierte diesen Treffer dementsprechend (77.). Auch für die zahlreich mitgereisten Zuschauer war klar, dass man in dieser Verfassung keine zwei Tore aufholen konnte. Doch dann kamen drei Minuten, die für Rheinbach wahrscheinlich auch 24 Stunden danach noch unerklärlich sein werden. In der 83. Minute legte Ju Theissen mit dem Rücken zum Tor stehend auf Mike Lessing ab, der aus 30 Metern volley abzog und mit diesem herrlichen Treffer den Anschluss herstellte. Nur zwei Minuten später verlängerte Lessing eine Flanke von Rick Giese auf Philipp Waschescio und der eingewechselte Neuzugang aus Walberberg traf zum Ausgleich. Das Chaos im Rheinbacher Strafraum nahm nun deutlich zu und keine 60 Sekunden später drehte Mike Lessing mit seinem Treffer zum 4:3 die Partie komplett! Im Anschluss behielt die Salia kühlen Kopf und hielt Rheinbach fern vom eigenen Tor, ohne aber die Absicherung nach hinten zu vernachlässigen. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war berechtigt, doch man merkte schon im Spiel, dass die vorangegangenen Pokalpartien auch Substanz gekostet haben. Mit 6 Punkten gelang ein optimaler Start in die Saison und das nächste Heimspiel gegen Fortuna Bonn am Sonntag um 15:00 Uhr möchte die Mannschaft natürlich auch erfolgreich gestalten. Für gute Unterhaltung sollte auch dort wieder gesorgt sein…

Hier ein paar Impressionen vom Spiel von Jürgen Schwarz: 

 

Die 2. Mannschaft musste am vergangenen Sonntag gegen den Aufsteiger SV Hertha-Buschhoven ran. Nachdem der Pflichtspielauftakt am 1. Spieltag gegen Boluspor Bonn II mit 1:2 vor heimischer Kulisse verloren ging, wollte man beim ersten Auswärtsspiel der Saison ein Zeichen setzen und die knappe Niederlage vergessen machen. Hierfür wurde in der Trainingswoche besonderes Augenmerk auf den schwachen Abschluss und das Spiel im letzen Drittel gelegt. Gerade hier taten sich im Spiel gegen Boluspor Schwächen auf. Dies sollte sich im Spiel gegen Hertha-Buschhoven auszahlen. Das Team von Trainer Ralf D. argierte schon von Beginn an sehr konzentriert und kam so bereits in der 6. Minute durch Laurin Conrad zum 0:1. Dieses Tor sollte an diesem Tag nicht das Einzige der Salia bleiben…

Es folgte eine insgesamt über die gesamte Spielzeit spielerisch sehr ansehnliche Leistung der Salia, die zu keinem Zeitpunkt von Buschhoven so wirklich gefährdet werden konnte. 

Es folgte noch in Halbzeit 1 das 0:2 in der 40. Minute durch Philipp Weiler per Kopf.

In Hälfte 2 folgte dann ein Torreigen der Mannschaft aus Sechtem, die sich in einen regelrechten Rausch spielte. 51. Minute 0:3 Daniel Braun, 53. Minute 0:4 Laurin Conrad, 59. Minute 0:5 Daniel Braun, 66. Minute 0:6 Luis Anft, 70. Minute 0:7 Luis Anft, 75. Minute 0:8 Luis Anft.

Der Gegner hatte in dieser Phase des Spiels überhaupt keinen Zugriff mehr zum Spiel, konnte jedoch zum Unmut des Sechtemer Keepers Tom Krellmann den 1:8 Anschlusstreffer erzielen. Im Anschluss zog die Tormaschine der Salia noch einmal an und sorgte mit dem 1:9 Daniel Braun (81. Minute), 1:10 Laurin Conrad (84. Minute) und 1:11 Daniel Braun (88. Minute) für weitere Zähler auf dem Tore-Konto.

Salia II somit nun auf dem 6. Platz in der Kreisliga C1. Am kommenden Heimspielsonntag trifft man dann auf den derzeit 9. platzierten SSV Alemmania Brenig. 

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