Deutliche Niederlage in Merl

RW Merl – FV Salia Sechtem 5:1 (3:0)

Mit einer, auch in dieser Höhe, verdienten Niederlage im Gepäck trat die Salia am Sonntag die Heimreise aus Meckenheim an.
Das hatte sich der Salia-Tross anders vorgestellt: Von Beginn an fand man überhaupt keinen Zugriff auf dieses Spiel und lag bereits zur Pause mit 0:3 im Rückstand. Schon in der 3.Minute verursachte ein missglückter Rückpass aus dem Mittelfeld die frühe Führung für die sehr engagierten Gastgeber. Der Stürmer hatte freie Bahn und schoss aus 15 Metern zum 1:0 ein. In der Folgezeit blieb die Salia einiges schuldig und lediglich Merl kam zu konstruktiven angriffen. Bereits in den ersten 15 Minuten hatte Merl drei weitere Hochkaräter. Vor allem in der 14.Minute war es nach einem Kopfball aus kürzester Distanz, nur einem Riesen-Reflex von Christopher Nüssgen zu verdanken, dass es nicht schon früh 0:2 stand. Die Salia wirkte angezählt, schaffte es nicht kompakt zu stehen und musste Merl auch bei den zweiten Bällen meist den Vortritt lassen. Die Gastgeber zeigten sich kompromisslos in den Zweikämpfen und initiierten immer wieder brandgefährliche Konter über die flinken Außenstürmer. Erst ein Solo von Alex Kremzow brachte die erste Chance für die Gäste. Doch Ju Theissen konnte die maßgerechte Vorlage von außen, aus kurzer Distanz, in der 21.Minute nicht verwerten. Besser machte es dann Merl in der Schlussviertelstunde vor der Pause: Beide Male zogen die Gastgeber ihre Angriffe über ihre enorm starke rechte Angriffsseite auf. Sowohl beim 0:2, als auch beim 0:3 (30./43.), schaffte es die Salia nicht, die Vorbereiter und Torschützen energisch zu stören, so dass man mit einem völlig ungewohnten Ergebnis in die Kabine musste.
Nach dem Wechsel war der Salia das Bemühen deutlich anzumerken, sich nicht kampflos zu ergeben, doch bereits in dieser frühen Phase blieb vieles Stückwerk. Erst ein Standard brachte so etwas wie Hoffnung zurück. Niklas König hob einen Freistoss vor das Tor, wo Tim Jännsch am höchsten stieg und aus 8 Metern zum 1:3 traf (52.). Obwohl die Salia das Spiel jetzt ausgeglichener gestaltete, kam Merl aufgrund der höheren Risikobereitschaft der Gäste, immer wieder zu brandgefährlichen Kontern und den deutlich besseren Chancen. So verhinderte der starke Christopher Nüssgen in der 72./76./80.Minute die endgültige Entscheidung. Der nächste Rückschag für die Salia kam dann in Form einer Gelb-Roten Karte in der 84.Minute. Trotzdem bemühte man sich weiter um den Anschluss. Doch nun machten die Merler alles klar und trafen noch mit zwei Kontern zum unterm Strich verdienten 5:1 (86./89.) „Auch solche Tage gehören zum Sport“, war Michael Schneider nach dem Spiel gefasst. „Keiner verliert gerne so, aber man muss auch anerkennen, dass der Gegner heute die deutlich bessere Tagesform hatte als wir.“ Am nächsten Sonntag erwartet man um 15:00 Uhr zum letzten Spiel der Hinrunde den VTA Bonn in der SaliArena.

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