Salia geht im Wasserland baden

Fortuna Bonn – FV Salia Sechtem    5:1 (2:0)

Restlos bedient war Trainer Michael Schneider nach der Partie bei Fortuna Bonn. Die Salia hatte einen gebrauchten Tag erwischt und war über die komplette Spielzeit chancenlos.

„Wir haben heute vieles vermissen lassen, um ein Fußballspiel erfolgreich zu gestalten“, konnte der Trainer angesichts der Tabellen-konstellation nur noch den Kopf schütteln. „Verlieren darf man immer und auch Fehler sind normal, aber bei einigen hat es heute auch an der nötigen Einstellung gefehlt.“ Bereits nach 60 Sekunden lag man in Rückstand. Der viel zu pomadige Spielaufbau wurde da bereits das erste Mal zum Verhängnis, als ein leichtsinniger Ballverlust an der Mittellinie von Fortuna gnadenlos zur Führung ausgenutzt wurde. Ein steiler Pass riss die komplette rechte Abwehrseite auf und die Fortuna hatte freie Bahn Richtung Tor und schloss eiskalt zum 1:0 ab. Die Salia spielte fortan weiter sehr unkonzentriert und fahrig, dadurch ergaben sich sehr viele einfache Ballverluste. In dieser Phase reichte es, dass die Fortuna sicher stand und auf die Fehler der Gäste wartete. Eigene Möglichkeiten bekam die Salia kaum. Lediglich ein Freistoß von Niklas König (8.) und ein Abschluss von Laurin Kirsch (25.) brachten im Ansatz Torgefahr. Fortuna hatte auch keine nennenswerten Torszenen, umso überraschender fiel dann das 2:0. Ein erneuter leichter Ballverlust an der Mittellinie brachte Torjäger dos Santos in Position und dieser zog aus fast 30 Metern ab und der Ball schlug ein (27.) Ein gelungener Spielzug in der 39.Minute zeigte, wie man Fortuna in Bedrängnis bringen konnte. Zwei schnelle, direkte Pässe und Fabian Bentata stand alleine vor dem Bonner Keeper, doch dieser wehrte den ersten Schuss ab, Bentatas Nachschuss ging über die Querlatte.

Nach dem Wechsel hatte es den Anschein als wäre die Salia nun endlich im Spiel angekommen. Alex Kremzow gelang 5 Minuten nach Wiederanpfiff mit einen Flachschuss in die kurze Ecke das 1:2. Wer nun im Lager der Gäste auf die Wende hoffte, wurde innerhalb der nächsten vier Minuten unsanft auf den Boden der Tatsachen befördert. Keine 60 Sekunden nach dem Anschlusstreffer, wurde der Ball am eigenen Strafraum leichtfertig vertändelt und der überragende dos Santos erzielte unbedrängt seinen zweiten Treffer (51.). Als drei Minuten später ein Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum der Grün-Weißen segelte und ein Fortuna-Spieler ohne Gegenwehr zum 4:1 einköpfte, war diese Partie faktisch verloren. Der Rest ist schnell erzählt. Den Gästen fiel an diesem Tag offensiv nichts ein und Fortuna beschränkte sich auf das Verteidigen des Vorsprungs. Bezeichnend, dass das einzige Tor in diesen letzten 35 Minuten dem Gastgeber gelang: Nach einer Salia-Ecke drosch der Abwehrspieler den Ball blind nach vorne und mit einer feinen Einzelleistung erzielte der ständige Unruheherd dos Santos seinen dritten Treffer. Der Sieg der Fortuna war auch in dieser Höhe verdient und die Einsatzbereitschaft dieser Mannschaft wirklich vorbildlich. Am kommenden Sonntag erwartet die Salia TuS Hersel zum Bornheimer Derby. Anstoß in der SaliArena ist um 15:00 Uhr.

 

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