So grausam kann Fußball sein

SV Niederbachem – Salia Sechtem   4:1 (1:0)

Wenn man 1:4 verliert, muss man normalerweise anerkennen, dass der Gegner deutlich überlegen war. Dies gilt nicht für das gestrige Spiel. Auch wenn die Effizenz des Gegners vor dem Tor anzuerkennen ist, war dieses Spiel mehr als ausgeglichen und Trainer Michael Schneider konnte seinem Team nur den Vorwurf machen, aus der Fülle von Torchancen nur einen Treffer erzielt zu haben.

Von Beginn an tat sich der Favorit aus Niederbachem äußert schwer und schaffte es in der ersten fünfundzwanzig Minuten nicht, auch nur eine einzige Torchance herauszuspielen. Anders die Salia, die mit schnellem Umschaltspiel immer wieder für Gefahr bei Niederbachem sorgte. Bereits nach 6 Minuten klatschte der Ball erstmals gegen den Pfosten des Tores der Gastgeber. Nach einem Pass von Fabian Bentata traf Julian Altnordhoff aus 17 Metern nur Aluminium. 4 Minuten später setzte sich Bentata auf links durch, sein Flachpass erreichte aber die Kollegen im Strafraum nicht. Erneut sechzig Sekunden später scheiterte Timo Lunken knapp mit einem beherzten Weitschuss. Neben den Torgelegenheiten, bestach die Salia mit sehr aufmerksamen Defensivverhalten, so dass Niederbachem offensiv überhaupt nicht stattfand. Bis zur 25.Minute. Nach einem zu kurzen Anspiel aus der Salia-Deckung an die Mittellinie, fackelte der Mittelfeldspieler der Hausherren nicht lange, spielte den Ball tief auf Paulo Hohn und der Toptorjäger verwandelte aus 16 Metern eiskalt in die linke untere Ecke zum überaschenden1:0. Die Salia brauchte zwar ein paar Minuten um sich zu sammeln, zeigte aber weiterhin vollen Einsatz.

Nach einem weiten Abschlag von Keeper Christopher Nüssgen hatte Timo Knopp die große Chance auf den Ausgleich, sein Heber über den Torwart, strich knapp über das Tor (35.).

Im zweiten Durchgang blieb die Partie nach wie vor ausgeglichen, es kam zu Beginn aber kaum zu Strafraumszenen. ein langer Ball an die Strafraumgrenze der Salia sorgte dann für das 2:0. Da der Niederbachemer Stürmer nicht konsequent gestört wurde, hatte er keine Probleme dieses Geschenk zu verwerten (61.). Nun war der Spielverlauf nicht nur auf den Kopf gestellt, keine 120 Sekunden später sollte es noch schlimmer kommen für die Gäste. Ein Weitschuss aus 22 Metern senkte sich hinter Christopher Nüssgen ins Netz und so hatte Niederbachem mit 4 Torschüssen eine 3:0-Führung herausgeschossen.

Ab diesem Zeitpunkt warf die Salia alles nach vorne und erspielte sich hochkarätige Chancen fast im Minutentakt. Doch nachdem Marco Wolters Schuss auf der Linie geblockt wurde (67.) und Linus Nolte nach einer tollen Kombination aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (78.), war klar dieses Tor ist heute vernagelt. Mit einem Konter traf Niederbachem dann zum 4:0 (85.), ehe Altnordhoff mit einem Weitschuss, zumindest das 1:4 (87.) erzielte.

Am kommenden Sonntag erwartet man um 15:00 Uhr den Aufsteiger aus Godesberg in der heimischen SaliArena.

 

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