Schwarzer Tag in Tannenbusch

MSV Bonn – Salia Sechtem      7:0 (3:0)

Nach einer sehr starken Auftaktphase, in der die Salia dem MSV das Leben sehr schwer machte und mehr als auf Augenhöhe war, verlor die Mannschaft, nach dem zu diesem Zeitpunkt überraschenden Gegentor zum 0:1, ihre Linie und musste am Ende eine herbe Pleite einstecken.

Das Spiel begann furios, denn beide Mannschaften suchten die Offensive und die Salia war sofort präsent und störte den MSV-Aufbau sehr energisch in dieser Phase. Nach 6 Minuten landete ein missglückter Schussversuch von Mike Lessing bei Daniel Braun, der direkt abzog und das vermeintliche o:1 erzielte. Leider sah der Assistent eine Abseitsstellung des Torschützen, die zumindest äußerst zweifelhaft war. Doch Zeit zum Hadern blieb keine. Der MSV kam nun ebenfalls zu Gelegenheiten nach einer schönen Kombination über den linken Flügel (8.), sowoie einem Weitschuss bei dem sich Christopher Nüssgen strecken musste (11.) Nun war die Salia wieder am Zug, erst scheiterte Mike Lessing knapp aus 16 Metern, nach einem langen Schlag von Tim Jännsch (15.) und nur 60 Sekunden später schoss Julian Altnordhoff nach toller Vorarbeit von Fabian Bentata und Daniel Braun ebenfalls nur knapp am langen Pfosten vorbei. Doch mit der Herrlichkeit der Salia war es nach 21 Minuten vorbei. Einen Weitschuss aus knapp 25 Metern konnte Nüssgen zwar noch parieren, aber der sträflich alleingelassene Stürmer der Bonner konnte sich nach Nüssgens Abwehr aus 10 Metern die Torecke aussuchen. 

Bei der Salia war ein deutlicher Knick zu spüren und es dauerte etwa 10 Minuten bis man sich von diesem Schock erholte und wieder eigene Angriffe initiierte. Doch prompt gab es den nächsten Rückschlag, als die Salia zu weit aufrückte und durch einen schnellen Konter der Gastgeber über drei Stationen in der 35.Minute das 0:2 hinnehmen musste. Zwar hatte Kenan Atici in der 42.Minute mit einem Freistoß, die Chance zu verkürzen, doch sein Schuss aus 20 Metern strich über die Latte. Noch vor der Pause gelang dem MSV, der nun immer dominanter wurde sogar das 3:0. Nach einem Schuss aus halbrechter Position am Pfosten des Salia-Gehäuses landete, schaltete erneut ein MSV-Spieler schneller und bugsierte das Kunstleder per Kopf ins Tor.

Nach der Pause kam die Salia zwar entschlossen aus der Kabine, doch bereits nach 50 Sekunden war der Deckel drauf. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde auf den langen Pfosten gezogen und von einem MSV-Spieler aus kurzer Distanz ins Netz gedrückt. Nach einem erneuten Konter in der 55.Minute musste man sogar noch das 0:5 schlucken. So langsam wurde es gegen einen Gastgeber, der eine fast 100%-ige Chancenverwertung aufwies richtig bitter. Zu Gute halten muss man den Grün-Weißen, dass sie trotzdem jederzeit um den Anschluss bemüht blieben. So traf Daniel Braun aus 17 Metern nur den Pfosten (61.) und Luis Anft scheiterte nach Zuspiel von Braun aus halbrechter Position nur knapp (69.). Besser machten es die Gastgeber, die in der Schlussphase noch zweimal trafen (80./90.) und damit der Salia ein Debakel bescherte. Ein Sieg des MSV, der in Summe aufgrund der Chancenverteilung etwas zu hoch ausfiel, aber aufgrund der spielerischen Vorteile, der bissigeren Zweikampfführung und der cleveren Spielweise hochverdient war. Nach diesem rabenschwarzen Tag hat die Salia bereits in fünf Tagen die Gelegenheit zu zeigen, dass sie es besser kann. Bereits am Freitag trifft man in der heimischen Salia-Arena auf den SV Vorgebirge. Anstoß ist um 20.00 Uhr.

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